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Jannis Kounellis, die große Retrospektive in Berlin

di Bernd Noack, il 09/10/2007

Er zählt zu den wenigen noch arbeitenden, europäischen Künstlern, die die Kunst in den 60er Jahren grundsätzlich verändert haben: Jannis Kounellis, geboren 1936, dem ab dem 7 November in der Neuen Nationalgalerie in Berlin eine große Ausstellung gewidmet ist, die die zahlreichen Aspekte des umfangreichen Oeuvres des griechisch-italienischen Künstlers zeigt.
Aus großen, geschweißten Stahlelementen wird Kounellis ein von Kohle bekröntes Labyrinth bauen, in das er verschiedene seiner Arbeiten, neuere und ältere Werke einbettet. Weitere Großformate werden das Labyrinth umgeben.
Kounellis, der sich selbst als Maler bezeichnet, arbeitet bis heute mit kunstfernen Materialien wie Kohle, Steinen, Stahl, Gas, Wolle, Kaffee etc., die er zu geheimnisvollen Installationen und Tableaux zusammenstellt. Seine Werke umfassen alle Materialien der „Arte Povera“, deren führender Vertreter er gemeinsam mit Mario Merz war. Widersprüche und Gegensätze bestimmen das Erscheinungsbild seiner Arbeiten. Kounellis kombiniert Dauerhaftes mit Vergänglichem, setzt organische Materialien neben anorganische, Künstliches neben Lebendiges und verbindet disparate Elemente zu scheinbar schlichten, oft sehr poetischen Einheiten.
Der Katalog wird erst nach Eröffnung der Ausstellung erscheinen, da Installationsfotos der Präsentation in der Neuen Nationalgalerie sowie Aufnahmen des Ausstellungsaufbaus ein wichtiger Bestandteil des Kataloges sein werden.

Technische Daten

"Jannis Kounellis"
7. November 2007 – 24. Februar 2008
Eröffnung Mittwoch 7. November 2007, 20.00 Uhr

Neue Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin

Informationen:
Tel +49(0)30 2662629
Staatlichen Museen zu Berlin

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